Der magische (automatische) Brunnen von Heron (eine „rastloses“ Gefäß, das die Gesetze der Hydrostatik aufhebt)

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Der magische (automatische) Brunnen von Heron
(eine „rastloses“ Gefäß, das die Gesetze der Hydrostatik aufhebt)


Es handelt sich um die höchst intelligente Erfindung eines Springbrunnens, der wiederaufbereitetes Wasser auf einer Ebene ausspuckte, die höher war, als die des Wasserreservoirs, und dadurch scheinbar die Grundprinzipien des hydrostatischen Drucks und der kommunizierenden Gefäße außer Kraft setzte.

Er bestand aus einem offenen und zwei dichten Behältern, die übereinander angeordnet waren. Der dichte Behälter in der Mitte war mit Wasser gefüllt, ein Röhrchen begann etwas über seinem Grund und endete in einer Düse über dem oberen, offenen Behältnis. Wenn man etwas Wasser in den oberen, offenen Behälter goss, dann floss dieses durch ein Röhrchen in den unteren, dichten Behälter. Die eingeschlossenen Luft in diesem wurde zusammengedrückt und verdrängte über ein anderes Röhrchen das Wasser im Zwischenbehälter und zwang es dazu, aus der Düse zu treten und eine kleine Wasserfontäne zu bilden. Das Wasser der Fontäne füllte das Wasser des oberen Behälters auf und hielt dessen Wasserstand auf gleicher Höhe. So unterhielt sich dieser Vorgang selbstständig und wurde so lange automatisch fortgeführt, bis sich das ganze Wasser aus dem Zwischenbehälter entleert hatte.

QUELLE: „Heron von Alexandria, Pneumatika“