Methoden des Schiffbaus

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Methoden des Schiffbaus


Beim Schiffbau im antiken Griechenland (und bei anderen historischen Kulturen) begann man mit dem Aufbau der Längsplanken der Rumpfverschalung (zu beiden Seiten des starken Kielbalkens und des Achtersteven) und endete mit dem Anbringen der seitlichen Rahmenspanten des Skelettes (welches hauptsächlich zum Stützen der darüberliegenden Hilfskonstruktionen diente). Dieses Verfahren wird „shell-first“ genannt und stellt das Gegenteil zur heutigen Schiffbauweise dar, die seit dem siebten Jahrhundert n. Chr. angewandt wird, und bei der man zuerst das Skelett fertigstellt. Der Zusammenhalt der Planken der Schiffshülle wurde auf zweierlei Weise bewerkstelligt. Zum einen gab es die „verlaschten“ Schiffe, bei denen Öffnungen in die Planken gebohrt wurden, die man dann mit Hilfe von starken Seilen miteinander vernähte. Zum anderen existierten Schiffe in Nut-und Federbauweise, bei denen Öffnungen in die Seiten der Planken getrieben wurden. Diese verband man dann mit Hilfe von sogenannten Federn miteinander und sicherte sie durch Zapfen ab. Manchmal kamen an schwierigen Stellen auch beide Methoden gleichzeitig zum Einsatz.

QUELLE: „Haris Tsalas, Schiffe und Schiffbau in der Ägäis“ (Artikel)“