Die „Papyrella“

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AUSSTELLUNGSSTÜCKE    >    Die Technologie des Schiffbaus der Griechen der Antike    >   

Die „Papyrella“


Es handelt sich um ein primitives Ruderboot, das aus vielen dicken Bündeln Schilf („Papyren“) bestand, die mit Seilen zusammengebunden waren. Es hatte die Form eines Schiffes mit zwei Bugen und zeichnete sich durch große Stabilität und sehr gute Schwimmeigenschaften aus und erlaubte den Transport von Waren. Sein Vorkommen im griechischen Raum wird indirekt durch den bewiesenen Handelsverkehr der Bewohner der Ägäis (z.B. Transport von Obsidian von Milos zur Höhle Frachthi, Argolida) ab dem 9. Jhdt. v. Chr. bezeugt und direkt durch sein Überleben auf der Insel Kerkyra bis in unsere Zeit. Der Archäologe Haris Tsalas hat in Experimenten die Möglichkeit einer vieltägigen Reise auf hoher See mit 75 Seemeilen Geschwindigkeit von Sounion bis zur Insel Milos bewiesen.

QUELLE: „Haris Tsalas, Schiffe und Schiffbau in der Ägäis“ (Artikel)“