Die Hysplex

Vorheriges Ausstellungsstück                                                                                                             Nächstes Ausstellungsstück

AUSSTELLUNGSSTÜCKE    >    Die Technologie des Sports der Griechen in der Antike    >   

Die Hysplex


Es handelt sich um einen Mechanismus, der im antiken Griechenland während der olympischen Spiele und anderen sportlichen Meisterschaften benutzt wurde, um ein vorzeitiges Starten der Athleten zu verhindern.

Er bestand gewöhnlich aus zwei senkrechten Stäben, die zwei horizontale Leinen hatten (die eine auf Kniehöhe und die andere in Höhe des Bauches der Athleten).

Sobald der Schiedsrichter die Leine zum Entriegeln der Stäbe zog, fielen diese wegen der Kraft der „Nevra“ (gewundene Tiersehnen oder Frauenhaare), die es an ihrer Basis gab, jäh zu Boden und erlaubten so das Loslaufen der Athleten.

Hier wurde die Zeichnung und der Nachbau eines leichten, handlichen Mechanismus gewählt, der warscheinlich auf zweierlei Weise funktionierte: a) mit Hilfe des Triggerhakens, wie bei der Hysplex von Nemea. In diesem Fall zog der Schiedsrichter plötzlich die Handleine nach oben, so dass sich die Haken befreiten und die Stäbe sofort zu Boden fielen. b) mit Hilfe von Stäben zur Verriegelung – Entriegelung, wobei bekannte Techniken aus der Kriegsmechanik der damaligen Epoche genutzt wurden. In diesem Fall zog der Schiedsrichter leicht an der Zugleine, damit die Stäbe entriegelt wurden und schnell zu Boden fielen.

Maßstab 1:1

QUELLE: „Hysplex: The starting mechanism in ancient stadia, P. Valananis”