Der vertikale mykenische Webstuhl (das „Netz“ der Penelope)

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Der vertikale mykenische Webstuhl
(das „Netz“ der Penelope)


Die Einzelheiten finden sich auf der Schale („σκύφος“) von Chiusi

Die Funktionsweise der Kettfäden sind vom Becher („κρατήρα“) von Pristicci

Die Anordnung der Webegewichte sind vom Krug („λήκυθος“) in New York

Er bestand aus vier „Istopodes“ oder „Keleontes“ (Stützen) auf denen der „Antion“ (Tuchbaum, das obere, horizontale zylinderförmige Holz) ruhte, von dem der „Stimon“ (die Kettfäden) und der „Kairos“ (der untere horizontale, zylinderförmige Trennstab) herabhingen. Zum Spannen des „Stimon“ hingen an seinem unteren Ende die „Agnithes“ oder „Leai“ (tönerne, steinerne oder bleierne Webegewichte mit meistens pyramidenartiger Form). Die Abwechslung der Fäden geschah mit Hilfe des „Mitou“ d.h. der Schlaufen, die der „Kanon“ (Litzenstab) trug, das dünne, horizontale, zylinderförmige Holz, das die Weberin abwechselnd zu sich hinzog und von sich wegschob, damit der Schuss (das „Pinion“ (Schiffchen) mit der „Pini“ oder „Kroki“ (aufgewickeltem Schussfaden)) zwischen den Kettfäden hindurchfahren konnte. Das Weben geschah von unten nach oben und das gewebte Tuch wurde auf dem „Antion“ aufgerollt.

Maßstab 1:1

QUELLEN: Zur Herstellung wurden bildliche Informationen von 23 alten Gefäßen verwendet, die sich gegenseitig ergänzten oder manchmal auch widersprachen. „John Boardman , Schwarzfigurige Vasen aus Athen. Ein Handbuch“, „Ίρις Τζαχίλη, Υφαντική και υφάντρες στο προϊστορικό Αιγαίο 2000-1000 π.Χ. („Iris Tsachili, Weben und Weberinnen in der prohistorischen Ägäis 2000-1000 v. Chr.“)“