Der Winkelspanner (die erste große Steinschleuder der Geschichte)

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Der Winkelspanner
(die erste große Steinschleuder der Geschichte)


Es handelt sich um ein überaus starkes Katapult, das Pfeile über große Entfernungen hinweg abschoß. Es war die Erfindung von Diades von Pella, dem Ingenieur von Alexander dem Großen. Es bestand aus einem länglichen Spannkasten („Syrinx“), der an seiner Seite Sägezähne und an seiner Spitze sehr starke Spannrahmen hatte. Die Rahmen hielten die speziell dafür vorgesehenen „Peritrita“ (=perforierte Klötze) mit intelligenten „chinikides“ (=Flanschen), die wiederum mit einem Paar Torsionsfedern (der „Nevra“) die zwei Arme stützten, die die Sehne trugen. Die „Nevra“ bestand aus zusammengedrehten Bündeln aus Tiersehnen oder aus mit Öl bestrichenen Frauenhaaren. Im Kasten glitt eine zentrale Leiste („Diostra“), die einen Schalbenschwanzquerschnitt besaß und auf ihrer Oberseite eine Rinne hatte, um den Stein aufzunehmen. Die „Diostra“ wurde mit Hilfe einer starken Handwinde gespannt und rastete in den Einschnitten der Sägezähne ein. Das schnelle Auslösen wurde mit Hilfe eines speziellen Hakens gewährleistet.

QUELLEN: „Philon von Byzanz, Belopoeika“, „Heron von Alexandria, Belopoeika (Einführung in die Geschützbaukunst)“