Der Astrolab des Ptolemäus (das... GPS der Griechen der Antike)

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Der Astrolab des Ptolemäus
(das... GPS der Griechen der Antike)


Es handelt sich um ein außergewöhnliches astronomisches Gerät, das das Himmelsgewölbe abbildete und zur Messung der geographischen Breite und Länge der beobachteten Sterne von jedem Ort der Erde aus benutzt wurde, und auf der anderen Seite auch zur Bestimmung des Standortes (GPS) und zur Messung des Abstandes der Sonne zum Mond.

Er bestand aus sieben konzentrischen, gelenkigen Ringen. Der siebte Ring (der äußerte) stand unbeweglich auf der Höhe des Meridians und hatte 4 Kerben, die die Horizontale und Vertikale bestimmten. Der sechste war geeicht und drehte sich frei in Höhe des Meridians, die Punkte 0° und 90° standen jeweils für den Äquator und den Pol und waren in Richtung Erdachse gerichtet.

Der fünfte wurde in Richtung Sonne gedreht. Der vierte war auf die Erdachse gerichtet und verfolgte die tägliche Drehung des Sternenhimmels. Der dritte war geeicht und gegenüber dem vorherigen im Abstand von ca. 66° von den Polen geneigt. Er stand auf den Orten der Ekliptik, trug die Namen der Sternzeichen und wurde zur Bestimmung der geographischen Längen der Sterne benutzt.

Der zweite war geeicht, drehte sich um eine vertikale Achse auf der Ebene der Ekliptik und wurde zur Bestimmung der geographischen Breite der Sterne benutzt. Der erste Ring schließlich (der innerste) trug die Visiervorrichtung.

QUELLE: „Ptolemäus, Almagest”, „Pappos von Alexandria, Kommentar zum 5. und 6. Buch des Almagest”