Die Maschine zur Herstellung von Schraubenmuttern des Heron (der erste Gewindebohrer der Geschichte)

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Die Maschine zur Herstellung von Schraubenmuttern des Heron
(der erste Gewindebohrer der Geschichte)


Dies war eine Vorrichtung, mit der man Windungen in Öffnungen bohren konnte. Sie bestand aus einer festen Basis mit einer längsseitigen Öffnung, die rundherum Dübel besaß (statt einer Schraubenmutter), um die Windung einer Schneckenwelle zu lenken. An der Spitze der Schneckenwelle befand sich quer dazu eine dreieckige Spitze, die man durch einen, sich im Inneren befindenden, Keil regeln konnte. Die Basis wurde so an das durchbohrte, zu bearbeitende Objekt angelegt, dass die Schneckenwelle sich auf gleicher Höhe mit der Öffnung des Gegenstandes befand. Die Welle wurde mit Hilfe von Handkurbeln gedreht, nach und nach in die Öffnung des Objektes geschoben und verursachte mit ihrer Spitze eine innere Windung. Vor jedem Schub hob sich die dreieckige Spitze leicht durch das allmähliche Einschieben des Keils durch den Bediener der Maschine.

QUELLE: „Heron von Alexandria, Buch der Maschinen (arabische Handschrift Leiden MS)“