Einführung

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AUSSTELLUNGSSTÜCKE    >    Die Technologie des antiken griechischen Theaters    >   

Einführung


Das antike griechische Theater stellte eine außergewöhnliche Neuerung auf der ganzen Welt dar und beinhaltete immer die Spitzentechnologie der jeweiligen Zeitepoche. Die Entwicklung des Theaters als Gebäude selbst war eindrucksvoll und ging von dem gesonderten „Orchestra“ (= kreisrunder Tanzplatz) unter Hinzufügen des genialen „Koilon“ (=Zuschauerbereich) und der Verwendung einfacher Bühnenbilder aus Holz, bis hin zu den prächtigen steinernen Gebäudekomplexen mit der beeindruckenden „Skene“ (=Hinterbühne und Garderoben), mit den wunderschönen Säulengängen des „Proskenion“(=Sprechbühne) und den zwei „Paraskenien“ (=Nebenbühnen), dem imposanten Balkon („Logion“) und den vollkommen zu dem Gebäude passenden „Parodoi“ (= den zwei seitlichen Zugängen zur Orchestra).

In den frühen Jahren der Erscheinung des Theaters (6. Jhdt. v. Chr.) wurde eine Vielzahl an technologischen Neuerungen angewandt oder erfunden, um seine Funktion zu verbessern und um den Darbietungen zu dienen. Die „Treppe des Charon“ (ein geheimer, unterirdischer Druchgang für die Ankunft des Charon), die „Anapiesmata“ (ein System von Falltüren zum plötzlichen Erscheinen und Verschwinden von Menschen und Dingen), die „Periaktoi“ (drehbare, prismaförmige Bauten zum schnellen Wechsel der Szenenbilder), der „Deus ex Machina“ (eine Hebevorrichtung für den Transport von Menschen durch die Luft – der Vorläufer der Hebevorrichtungen im heutigen Theater), das „Ekkyklema“ und die „Exostra“ (zum einfachen Transport von Toten oder Dingen auf der Bühne und um die inneren Szenenbilder schnell erscheinen oder sich verändern zu lassen, ähnlich den heutigen Drehbühnen auf dem sogenannten Zug).