Die Hebevorrichtung zum zweiseitigem Heben

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Die Hebevorrichtung zum zweiseitigem Heben


Sie bestand aus einer Plattform auf Rollen und einem senkrechten Gerüst mit Gelenkverbindungen, in Form eines «Π», das an seiner Spitze einen Mehr-Rollen-Zug trug und an seiner Basis eine strahlenförmige Winde zum Hochheben der Last hatte. Auf beiden Seiten der Plattform gab es Winden zur Kontrolle der Neigung des Gerüstes. Diese Vorrichtung war besonders geeignet zum Be-und Entladen von Schiffen, aber auch für den Bau von Molen, wie durch den Ausgrabungsarbeiten der Gruppe von Jean-Yves Empereour im Hafen von Amathounta auf Zypern gezeigt wurde. Die Steinblöcke wurden (an den seitlichen „U“-förmigen Vertiefungen) auf dem hinteren Teil der Plattform angegurtet, danach wurden sie mit Hilfe der mittleren Winde hochgehoben und danach mit Hilfe der Kombination von Anziehen der vorderen Winde und Lockerung der hinteren Winde auf den herausragenden vorderen Teil der Plattform gebracht. Daraufhin wurde der Stein mit Hilfe der mittleren Winde heruntergelassen und nach seiner Drehung an seinen Platz im Meer gesetzt. Die Plattform rollte ständig auf der zu bauenden Mole vor. (Mit zwei gleichen Mechanismen wurden die zwei parallelen Flanken jeder Mole gebaut und mit unbehauenen Steinen gefüllt).

QUELLE: „Vitruv, Zehn Bücher über Architektur X“, „Heron von Alexandria, Automata („Buch der Maschinen“)“, „Pappos von Alexandria, Mechaniki“, „Tony Kozelj, Manuela. Wurd-Kozelj, Jean-Yves Empereour, Ανυψωτικός μηχανισμός μεταφοράς λίθων στο λιμάνι Αμαθούντος Κύπρου“