Die Hebevorrichtung mit einer Winde zum Aufrichten des Hebebaums und zum Hochheben der Last

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Die Hebevorrichtung mit einer Winde
zum Aufrichten des Hebebaums und zum Hochheben der Last


Der Hebebaum bestand aus zwei riesigen Holzstämmen in Form eines „Λ“. Seine Gelenkfunktion wurde durch zwei Gruben im Boden gesichert. Seine Stabilität in verschiedenen Neigungsgraden erreichte man durch zwei „Wanten“ (Seile), die mit Hilfe von Mehr-Rollen-Zügen und der rückwärtigen Winde (über entfernbare Hebelarme) gespannt wurden. Die Last wurde mit Hilfe eines Mehr-Rollen-Zuges und einer Winde mit horizontaler Achse, der „Bobine“, auf der das Seil zum Hochziehen der Last aufgewickelt und die mit Hilfe von feststehenden Hebelarmen mit Speichen gedreht wurde (um spezielle Achslager, den sogenannten „Schildkröten“, die an den Stämmen des Masten angebracht waren) hochgehoben oder heruntergelassen.

Die rückwärtige Winde war auch wichtig zum Aufrichten und Senken des Masten selbst, am Anfang und am Ende der Arbeiten. Die Reibung zwischen den Enden der Windenachsen und ihrer Halterung gewährleistete ihre leichte Stabilisierung.

Der Kran befand sich auf Rollen zu seiner seitlichen Verschiebung.

QUELLE: „Vitruv, Zehn Bücher über Architektur X“