Die Hebevorrichtung für mittelschwere Lasten

Vorheriges Ausstellungsstück                                                                                                             Nächstes Ausstellungsstück

AUSSTELLUNGSSTÜCKE    >    Die Hebevorrichtungen der Griechen der Antike    >   

Die Hebevorrichtung für mittelschwere Lasten


Ihr „Mast“ bestand aus zwei riesigen Holzstämmen in Form eines „Λ“. Ihre Gelenkfunktion wurde durch zwei Gruben im Boden gesichert. Ihre Stabilität in verschiedenen Neigungsgraden erreichte man durch zwei „Wanten“ (Spannseile), die mit Hilfe von Mehr-Rollen-Zügen („Polyspasta“) und handbetätigten Zugwinden gespannt wurden.

Die Last wurde mit Hilfe eines Drei-Rollen-Zuges („Trispasto“) und einer horizontalen Achse, der „Bobine“, hochgehoben oder heruntergelassen, auf der das Seil zum Hochziehen der Last aufgewickelt und die mit Hilfe von beweglichen Hebelarmen gedreht wurde (um spezielle Achslager, den sogenannten „Schildkröten“, die an den Stämmen des Masten angebracht waren). Um die Reibung zu verringern, trug die Achse auf beiden Seiten zwei kleine Stifte aus Metall, die sich in speziellen Zapfenlagern der „Schildkröten“ befanden.

QUELLE: „Vitruv, Zehn Bücher über Architektur X“