Einführung

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AUSSTELLUNGSSTÜCKE    >    Die Hebevorrichtungen der Griechen der Antike    >   

Einführung


Das Bewegen großer Lasten (Steinblöcke) findet man schon ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. bei den eindrucksvollen megalithischen Bauten Westeuropas, was später mit den kolossalen Bauprojekten der ersten großen Hochkulturen (Ägypten, u.a.) epische Ausmaße erreichte. Es handelt sich dabei aber um die horizontale Bewegung oder Ziehen auf dafür speziell vorbereiteten, schrägen Rampen mit Hilfe von Hebeln, Schlitten und Seilen und setzte die synchrone Zusammenarbeit einer großen Menge an Arbeitskräften voraus. In diese Kategorie fallen die imposanten Bauten der Mykener mit ihren riesigen Tür-, Fenster und Mauerstürzen und ihren Kuppelgräbern.

Die große Revolution auch auf diesem Gebiet wurde von den Griechen vollzogen (wenigstens ab dem 6. Jhdt. v. Chr.) mit der Erfindung des Seilrolle und ihrer Verwendung in einer Vielfalt von Flaschenzügen (wie z.B. dem Zwei-Rollen-Zug, dem Drei-Rollen-Zug usw., zur Verdopplung, Verdreifachung usw. der einwirkenden Kraft), in Kombination mit der Erfindung und Anwendung verschiedener Arten von Seilwinden zur Vervielfachung der einwirkenden Kraft, analog zum Verhältnis der Länge der Antriebshebelarme zum Radius der Trommeln zum Aufwickeln der Zugseile. Die Erfindung und Entwicklung einer Vielfalt an Hebevorrichtungen, wie dem einmastigen Hebezeug (dem heutigen Ladekran), der zweimastigen Hebevorrichtung (heutiger Portalkran), das Zusammenspiel von viermastigen Hebevorrichtungen (heutiger Gerüstkran) u.a. in Kombination mit der Nutzung intelligenter Systeme zum Vertäuen der Steinblöcke, beeindruckender Brems-und Blockiersysteme, Schmieröle und spezieller Gleitbahnen, Exzenterrollen und geeigneter Radfahrzeuge führte zu den griechischen Wunderleistungen in der Architektur.

Die heutige Hebetechnik ist die direkte Weiterentwicklung der beeindruckenden Hebetechnik der Griechen der Antike, mit der sich theoretisch berühmte griechische Ingenieure, wie Archimedes, Heron, Pappos von Alexandria, u.a beschäftigten.