Der steinwerfende Kran

Vorheriges Ausstellungsstück                                                                                                             Nächstes Ausstellungsstück

AUSSTELLUNGSSTÜCKE    >    Die Erfindungen von Archimedes    >   

Der steinwerfende Kran


Es handelt sich um eine Verteidigungsmaschine, die Archimedes erfand, um den römischen Heerschaaren in der Belagerung von Syrakus beizukommen. Sie bestand aus einem langen Balken mit Gelenk, der sich auf eine drehbare, senkrechte Säule oder Plattform stützte. An einem seiner Enden führte der Balken ein Gegengewicht und am anderen hing eine Last an einem Seil (z.B. ein großer Steinblock oder ein Bleigewicht). Die Maschine stand, wenn sie sich in Ruhe befand, in horizontaler Stellung (damit man sie nicht vom Meer aus sehen konnte) an der Mauer, gespannt und gesichert durch ein Seil und eine Handwinde (für das Gleichgewicht des Gegengewichtes). Sobald sich ein Schiff der Mauer näherte, befeiten die Bediener nach und nach die Winde, so dass das Ende des Balkens sich leicht hob und die Last sicher über die Mauern kam, indem sie die feststehende, senkrechte Säule mit Hilfe von horizontalen Handhebeln drehten. Sobald sich die Last über dem Schiff befand, kappten sie das Seil, damit sie mit Wucht auf das Ziel fiel. Schriftstellern der Antike zu Folge war das Kriegsgerät, das Archimedes zur Verteidigung von Syrakus erfunden hatte, so effektiv, dass die Römer schon in Panik zurückwichen, wenn ein einfacher Balken aus den Mauern ragte.

QUELLEN: „Polybios, Geschichte, 8.6.1-6“, „Livius Titus, Ab urbe condita libri CXLII, Buch VI, 24.34.10-12“, „Plutarch, Bioi paralleloi (Marcellus), 5, 15.2-3“