Der Musikspiegel von Ktesibios

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Der Musikspiegel von Ktesibios


Es handelt sich um einen höhenverstellbaren Spiegel, der in jede beliebige Höhe verstellt werden konnte und gleichzeitig Musiknoten spielte. Ktesibios hatte den Spiegel, den jeder ohne besonderen Kraftaufwand höher oder niedriger einstellen konnte, im 3. Jhdt. vor Chr. für den Friseurladen seines Vaters erfunden.

Der Mechanismus zur Ausbalanzierung des Spiegels bestand aus einem bleiernen Gegengewicht (welches sich hinter dem Spiegel befand), zwei Rollen (über dem Spiegel und dem Gewicht) und einem Seil, welches den Spiegel mit dem Gegengewicht verband und das über die Rollen lief. Das Gegengewicht gewährleistete die Kraft zum Hochschieben des Spiegels und die Reibung der Rollen dessen Gleichgewicht.

Der Mechanismus zum Verursachen von Klängen bestand aus einem geschlossenen, vertikalen Rohr, in dem das ausgleichende Gegengewicht hoch und runter glitt, und einigen kleinen Flöten, die er an seiner Basis hatte. Die Bewegung des Gegengewichtes drückte die eingeschlossene Luft durch die Flöten, die daraufhin die erwünschten Musikklänge erzeugten.

QUELLE: „Vitruvius, Über die Architektur, X“