Die Wasseruhr von Archimedes (die erste, tickende, hydraulische Uhr in der Geschichte)

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Die Wasseruhr von Archimedes
(die erste, tickende, hydraulische Uhr in der Geschichte)


Es handelt sich um eine komplexe Wasseruhr mit vielen automatisch bewegten Nebenobjekten. Sie bestand aus dem zentralen Wasserlagerbehälter, der über ein kleineres Gefäß zur Gewährleistung gleichbleibenden Wasserstandes (mit einem Kegelventil auf einem Schwimmer) eine Düse versorgte. Die Versorgung des Wasserauslaufes der Düse wurde je nach Datum eingestellt, indem man sie auf einer geeichten, halbkreisförmigen Platte drehte (damit sich der Unterschied in der Höhe der Auslauföffnung der Düse und des Wasserstandes veränderte und somit auch die zeitliche Stundendauer des jeweiligen Tages). Auf zwei Säulen der Frontseite befanden sich zwei bewegliche Ringe (und zwei Statuetten), die die schon verstrichenen und die noch übrigen Stunden anzeigten. Jede Stunde veränderte sich die Augenfarbe einer menschlichen Maske und eine Kugel fiel mit lautem Geräusch aus dem sich (automatisch) öffnenden Schnabel eines Raben in ein Gefäß. Gleichzeitig fiel das Wasser in einen Messbecher, nach einer Stunde kippte dieser automatisch um und zwei Schlangen bewegten sich zischend auf Vögel zu, die auf Bäumen saßen und erschrocken zwitscherten.

QUELLEN: „Σταμάτης, Άπαντα Αρχιμήδους”, „E. Wiedemann-F. Hauser in Nova Acta Leopoldina (1918), Über die Uhr des Archimedes und zwei andere Vorrichtungen“.