Flache, horizontale Sonnenuhr (die Spinne von Eudoxus und der „Pelekinos“ von Patrokles)

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Flache, horizontale Sonnenuhr
(die Spinne von Eudoxus
und der „Pelekinos“ von Patrokles)


Ein Netz von 11 eingekerbten Stundenlinien und 3 Kurven bestimmte, mit Hilfe des Schattenfleckes der Spitze des vertikalen (nach Süden gerichteten) Gnomon, 10 von 12 ungleich langen (je nach Jahreszeit) Stunden des Tages. Die dem Gnomon am nächsten gelegene Kurve zeigte den Verlauf des Sonnenschattens während der Sommersonnenwende an, die am weitesten entfernte Kurve die Wintersonnenwende und die mittlere (gerade Linie) die Tagundnachtgleichen. Das Gesamtnetz der Linien wurde „Analemma“ genannt. Manchmal gab es noch 4 weitere Kurven, die den Lauf des Schattens der Sonne bei Eintreten in die übrigen Sternzeichen (Monate) bestimmten. Später benutzte man einen schrägen Gnomon mit derselben Neigung wie die geographische Breite des Ortes (φ), damit allein die Richtung seines Schattens zur Bestimmung der Uhrzeit genügte.