Das „Staton“ automatische Theater des Heron von Alexandria (das „Kino“ der Griechen der Antike)

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Das „Staton“ automatische Theater des Heron von Alexandria
(das „Kino“ der Griechen der Antike)


Es handelt sich um den genauen Nachbau des feststehenden, automatischen Theaters des Philon von Byzanz (3. Jhdt. v. Chr.), das Heron von Alexandria in seinem Buch „Automata“ ausführlich beschrieb. Die automatischen Theater waren „Wunder“ der klassischen und hellenistischen Zeitepoche, Werke der griechischen „Zauberkünstler“ des Altertums. In diesem Theater wird automatisch mit bewegten Bildern und Geräuschen der Mythos des Nauplios dargestellt, der sich bei den Achaiern rächen will, die seinen Sohn Palamidis in Troja getötet hatten.

Szene 1: Die Achaier bessern ihre Schiffe aus, Gestalten bewegen sich, sie hämmern und sägen und man hört die täuschend echte Geräusche ihrer Werkzeuge.

Szene 2: Die Achaier schieben ihre Schiffe ins Meer.

Szene 3: Schiffe auf dem Meer kommen plötzlich in Sicht, sie schwimmen in der Anordung einer Flotte, sie bewegen sich und verschwinden wieder, das Meer ist aufgewühlt, die Schiffe erscheinen wieder im wellenbewegten Meer und bewegen sich ständig fort. Oft springen Delphine aus den Wellen.

Szene 4: Nauplios steht am Kap mit einer brennenden Fackel und gibt den Achaiern falsche Signale, wie ihm die Göttin Athene geraten hatte.

Szene 5: In der stürmischen See sieht man verstreute Schiffstrümmer und den schwimmenden Aias. Athene erscheint (wie ein „deus ex machina“), geht herum und verschwindet wieder, während Blitze zucken, man hört Donnerrollen und die Gestalt von Aias verschwindet.

Der Vorhang wird zwischen den Szenen geschlossen und geöffnet.

All das geschieht nur durch die Kraft eines Bleigewichtes, das mit gleichbleibender Geschwindigkeit in eine Sanduhr fällt.

Man muss nur an einer Leine auf der Vorderseite des Sockels ziehen, und die Vorstellung beginnt.

Maßstab 1:1, QUELLE: „Heron, Automata“